Gesellschafts- und Zeitkritik von Erich Kästner: Große Zeiten
1931 veröffentlichte Kästner ein kurzes Gedicht
mit dem Titel 'Große Zeiten'.
Wdh. vom 24. Dezember 2024

Der deutsche Schriftsteller, Publizist, Drehbuchautor und Kabarettdichter Erich Kästner (* 23. Februar 1899 in Dresden; † 29. Juli 1974 in München) hatte in seinen Berliner Jahren von 1927 bis zum Ende der Weimarer Republik 1933 seine produktivste Zeit. In wenigen Jahren stieg er zu einer der wichtigsten intellektuellen Figuren Berlins auf.
Erich Kästner hat sich, anders als die allermeisten seiner verfemten Kollegen, nicht aus dem Staub gemacht nach der unheilvollen Machtübernahme durch die Nationalsozialisten. Er arrangierte sich mit dem erdrückenden Terror, ohne ihm jemals zu dienen. Und doch wurde ihm sein Verbleib im Lande nachher immer wieder barsch zum Vorwurf gemacht; bis hin zu der schneidenden Annahme, der lediglich stille Widerstand des im NS-Regime verbotenen Literaten sei eine Bestätigung für dessen immerzu unpolitische Haltung gewesen.
So zumindest will es bis heute die bundesrepublikanische Erzählung, die Kästner nur mehr als Schöpfer netter Kindergeschichtchen und als bloßen Märchenonkel in der »Hall of Fame« des deutschen Dichtertums duldet. Wie so häufig liegt aber auch hier ein hegemonialer Narrativ weit jenseits der Wahrheit.


































Ob Watergate, das für die Enthüllungen über illegale Abhörpraktiken auf Geheiß des ehemaligen US-Präsidenten Richard Nixon steht oder Waterkantgate [auch Barschel-Pfeiffer-Affäre], mit dem die dunklen Machenschaften eines schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten bezeichnet wurden — es existierte einmal ein investigativer Journalismus, der es sich zur Aufgabe gemacht hatte, den Herrschenden ganz genau auf die Finger zu schauen.
Wenn Lebenserfahrung zum Ausschlusskriterium wird, dann lebst Du im besten Deutschland aller Zeiten (ibDaZ).















Bertolt Brecht, einmal gefragt, als er bereits zu den Großen am Dramaturgenhimmel seiner Zeit zählte, wie er denn sein Wirken einschätzte, antwortete mit dem Satz: „






Teilgenommen haben dieses Mal 749 Standesämter bundesweit, die über 830.000 Einzelnamen übermittelten. Damit sind fast 91 % aller im vergangenen Jahr vergebenen Vornamen erfasst. Gemeldet wurden nahezu 65.000 verschiedene Namen.






