
Frankreich am Scheideweg! EUROPA in höchster Gefahr!
Le Président sortant, wie der scheidende französische Staatspräsident genannt wird, hat sich am 15.2. eigenmächtig und ohne seine Partei UMP zu befragen, zum Kandidaten erklärt. Das hat verschiedene Koalitionspartner so verschreckt, dass sie sofort ihre eigene Kandidatur zurückzogen und sich hinter Sarkozy stellten - dies in der Hoffnung auf einen Ministerposten im Falle eines Sieges von Nicolas Sarkozy.
Wenn sich Morin, Boutin, de Villepin, Borlo und Bayrou mit ihren kleinen Splitterpartien doch noch um den ungeliebten Nicolas Sarkozy scharen, dann kann es für den haushoch führenden Sozialisten François Hollande doch noch eng werden. Seiner PS muss es gelingen, eine Front de Gauche aus Sozialisten, Kommunisten, Trotzkisten und Ecologisten zu zimmern, um der geballten Macht der Rechten einschliesslich der reaktionären Front National, die sich sicher im zweiten Durchgang hinter Sarkozy stellen wird, zu trotzen. Es kann eng werden in der Stichwahl.
Entscheidend sind die Fragen: Will Frankreich einen hyperaktiven europafreundlichen Wichtigtuer wie Sarkozy, der hinter Merkel her dackelt, oder einen langweiligen, indoktrinierten Sozialisten Hollande, dem nichts einfällt, als die schon einmal gescheiterten Rezepte Mitterands wieder aus der Urne zu holen. Mit den Sozialisten und den französischen Gewerkschaften ist nicht zu spassen! Sie sind nicht europafreundlich, stehen für gesetzliche Mindestlöhne, können Angela Merkel nicht ausstehen und werden sich auch ihrem Bismarck'schen Machtanspruch in Europa nicht beugen. Sie würden um ihres Stolzes Willen sogar in Kauf nehmen, dass Europa zerbricht. Und da steht ihnen dann plötzlich eine unappetitliche Unterstützerin zur Seite: Marine Le Pen von der faschistischen Front National! Die Franzosen haben die Wahl zwischen Pest und Cholera!
Nicolas Sarkozy - trois minutes douche comprise - wie ihn seine Ex-Frau Cecilia genannt hat - wechselt seine politischen Liebhaberinnen so schnell wie seine Stöckelschuhe, wenn sie zu drücken beginnen. Anschela (Bismarck) Merkel war gestern und kam bei den Franzosen gar nicht gut an. Elle était trop moche! Alors, eine neue politische Flamme muss her!
Wer könnte seinen verkorksten Wahlkampf um den "Puff" von Madame Pompadour, wie Charles de Gaulle einst den Elyséepalast verächtlich genannt hat, beflügeln? In welchem Lager könnte er wildern? Da! Marine Le Pen, die ungeratene Tochter des Algerienveterans und begnadeten rassistischen Polemikers Jean-Marie Le Pen hat noch genügend Kundschaft, der die ungepflechte Rechtsanwältin mit ihren vulgär-xenophoben und pseudo-sozialistischen Parolen doch zu ordinär ist.
Genau da setzt Nicolas Sarkozy an. Wir werden also einen amtierenden Präsidenten Frankreichs um seine Wiederwahl kämpfen sehen, der sich nicht entblödet, bei der rechtsraktionären Front National abzukupfern!
Wir erinnern uns an die Worte von Anschela Merkel im französischen Fersehen? "Ich stehe zu Nicolas Sarkozy, egal was kommt", waren die Worte der neuen Ausgabe von Wilhelm II. Das sollte sich der Verfassungsschutz genau ansehen! Denn die Parolen von Marine Le Pen wären in Deutschland strafrechtlich relevant und im höchsten Grade verfassungsfeindlich, wenn denn Deutschland eine solche überhaupt besässe!
Monsieur Rainer
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