
Männer haben zu wenig Blut im Körper!
Es scheint offensichtlich den Männern nicht zu gelingen, zur gleichen Zeit das Hirn und das Geschlechtsteil zu durchbluten. Anders ist es nicht zu erklären, warum der an und für sich hochintelligente ehemalige Präsident des Weltwährungsfonds und reputierte Professor für Economie Dominique Strauss–Kahn schon wieder im Knast sitzt.
Gerade ist er um Haaresbreite einem brandgefährlichen Verfahren wegen Vergewaltigung in New York entkommen, da erwischen ihn die Gendarmen der nordfranzösischen Stadt Lille bei einer Sex–Party im reputierten Hotel Carlton. Ein „befreundeter“ Unternehmer hatte geladen und Dominique Strauss–Kahn konnte der Versuchung nicht widerstehen.
Die schönsten Escort–Girls waren gekommen, um den Herren bei viel Champagner und Schnee zu Diensten zu sein. Es muss eine tolle Sause gewesen sein, denn bald sprach die ganze Stadt davon. Natürlich bekam auch die zuständige Gendarmerie National Wind von der Sache, denn es muss auch sehr viel Schnee im Spiel gewesen sein, obwohl Lille eigentlich eher für nasses Wetter und weniger als Ski–Kurort bekannt ist.
Der befreundete Unternehmer zahlte alles und genau das subsummiert der französische Untersuchungsrichter unter „Proxinétisme“, vulgo Zuhälterei. Schön und schlecht!
Der zuständige Untersuchungsrichter lud Dominique Strauss-Kahn zu einem freundlichen Gespräch in den Justizpalast von Lille. Dieses Gespräch scheint irgendwie unbefriedigend ausgegangen zu sein, denn der geladene Gast fand sich bald darauf in einer kargen Betonzelle mit den Ausmassen 3x2 Meter in der Kaserne der Gendarmerie National wieder. Ein Betonblock, der ein Bett darstellen soll wird auch durch eine versiffte Matratze von 20 cm Stärke nicht gemütlicher! Aus einem Loch in dieser Behausung riecht man die Ergüsse vergangener Insassen.
Juristisch geht die Prozedur nun heute in die zweite Runde. Gelingt es Dominique Strauss – Kahn auch heute nicht, den Untersuchungsrichter von seiner absoluten Unschuld zu überzeugen, dann wird es hässlich. Der Untersuchungsrichter könnte den Professor einfach dem Haftrichter überstellen, der dem Beschuldigten den roten Mietvertrag für eine Zelle im Untersuchungsgefängnis ausstellt, oder der kann dieses erneute Ungemach durch eine Kaution und eine elektronische Fussfessel umgehen.
Oder das Hirn des Beschuldigten erfährt plötzlich eine verstärkte Blutzufuhr und ihm fällt endlich eine grenz–geniale Ausrede ein. Das würde aber zwangsläufig dazu führen, dass das Geschlechtsteil vorübergehend unterversorgt wäre, was nicht zum Schaden von Dominique Strauss–Kahn gereichen würde.
Denn wir erinnern uns: Männer haben einfach zu wenig Blut!
Rainer Kahni
http://www.monsieurrainer.com
